Haus der Geschichte Baden-Württemberg: Welche Kulturgüter sammeln wir?

Im Rahmen des Projektseminars „Im Dialog mit Geflüchteten“ der Universität Stuttgart  haben wir in Kleingruppen das Haus der Geschichte besucht.

Gruppenbild_Haus der Geschichte 2

Wir hatten uns im Vorfeld mit dem Begriff „Kultur“ beschäftigt: Was ist Kultur, welche Kulturgüter sammeln wir und aus welchen Gründen stellen wir diese aus und machen sie der Öffentlichkeit zugänglich?

Im Museum haben wir uns dann hauptsächlich in der zweiten Etage aufgehalten und uns nach Exponaten umgesehen, die wir interessant, lustig oder vielleicht sogar etwas merkwürdig fanden. (Der „Themenpark“ im zweiten Stock gibt zahlreiche Einblicke. Echte Tannen beherbergen Schwarzwald-Geschichten zwischen Ökologie und Kitsch. In der „Wirtschaft“ können mit besonderen Monitoren die großen Marken des Landes ins Visier genommen werden. Riesige Reisekoffer erzählen von Ein- und Auswanderern. Und die einzigartige Abteilung „Privat-Ansichten“ spiegelt mit Hunderten von Fotos den Wandel von Familie und Partnerschaft im Südwesten wider, Anm. Redaktion.) Immer im Hinterkopf behielten wir die Frage, warum solche Exponate ausgestellt werden und welche Botschaft sie vermitteln oder welche Geschichte sie erzählen.

Hier ein paar Gedanken unserer Teilnehmer:

Ich finde den Raum mit den Familienfotos sehr interessant, weil die Bilder uns 100 Jahre Zeitraum zeigen. Jedes Bild hat eine Geschichte. Die Bilder sind vom Volk in verschiedenen Situationen, z.B. Hochzeit, Liebe, Freunde, Kleidungsstil. Es ist interessant, dass keine berühmten Personen, sondern Menschen aus dem Volk zu sehen sind. An der Kleidung kann man erkennen, ob die Familie arm oder reich ist.

Familienfotos 

Ich finde die Demo-Wand zu Stuttgart21 interessant, weil sie Demokratie zeigt. Sie zeigt auch, wie Menschen für Umweltschutz kämpfen. Diese zwei Themen sind sehr aktuell. Wir machen oft Dinge, die unser Leben einfacher machen, aber denken nicht über die Folgen nach. Demokratie und Umweltschutz fehlen den Menschen oft. Es ist wichtig, dass es Aktivisten gibt, die dafür kämpfen.

Das wenigste, was über den Raum mit den Bäumen gesagt werden kann, ist, dass der Raum ein sehenswerter Raum ist. Von den vielen Gründen dafür fand ich die Ausstellungsart, die da benutzt wurde, besonders bemerkenswert. Da wollte man zeigen, wie wichtig der Wald und die Bäume in einer gewissen Zeit waren, bzw. in der Phase vom Zweiten Weltkrieg. Die Informationen, die dort dargestellt werden, stehen auf Blättern, die man aus den Bäumen herausziehen kann, genau so, wie sie damals das Material aus den Bäumen „herausgezogen“ haben. Dadurch hat man irgendwie das Gefühl, dass man für wenige Minuten in der Zeit damals lebt. Auch mithilfe des Soundeffekts und der Bilder fühlt man sich so, wie man sich in einem Wald eigentlich fühlen sollte. 

Ein Beitrag des Projektseminars „Im Dialog mit Geflüchteten“ der Universität Stuttgart (Institut für Neuere Deutsche Literatur I und Institut für Linguistik/Germanistik).

Mehr Informationen zu der Kooperation museumSurfing zwischen der Universität Stuttgart und inSmuseum.

 

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